10 Gebote für Conversion Optimierung bei einem Onlineshop

Sie besitzen einen Onlineshop und möchten nicht nur mehr Kunden gewinnen, sondern auch den Umsatz erhöhen. Dabei hilft die Conversion Optimierung. Diese schließt alle Maßnahmen ein, um  die Abbruchrate zu vermindern und somit die Conversion-Rate zu erhöhen.  Die Conversion-Rate bedeutet, welcher Anteil der Onlineshopbesucher einen Kauf getätigt haben. Dank Verbesserung der Conversion Rate können Sie Ihren Umsatz „qualitativ“ verbessern, sogar ohne dabei die Anzahl der Shopbesucher erhöhen zu müssen. Wir geben Ihnen 10 Gebote, wie Sie diese bei Ihrem Onlineshop optimieren können.

1. Verbessern Sie die Usability Ihres OnlineshopsPrüfen Sie die Usability bei Ihrem Shop

Benutzerfreundlichkeit der Webseite hilft den Kunden, ihre Ziele möglichst  schnell und bequem zu erreichen. Gute und übersichtliche Navigation ist der erste Schlüssel zum Erfolg. Die Nutzer wollen so wenig wie möglich Zeit auf der Suche nach bestimmten Produkten bzw. Dienstleistungen verbringen. Eine intelligente Suchfunktion und übersichtliche Produktkategorisierung erleichtern die Wahrnehmung des Onlineshops.  Heben Sie gewisse Artikel durch die Angabe der besonderen Marketing-Merkmale hervor, z.B. Neuigkeit, Topseller, Empfehlung, limitiertes Angebot etc.
Eine gut durchgedachte Filterung der Produkte ist bei der Auswahl eines richtigen Artikels auch von großer Bedeutung. Eine Möglichkeit, den Suchkreis schnell und zielführend einzugrenzen, führt zu schnellerem Kauf des erwünschten Artikels. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit an, Produkte nach Eigenschaften zu filtern – Material, Farbe, Größe, Preis, Hersteller, u.Ä.
Auf der Produktseite sollte der Button „In den Warenkorb“ oder „Kaufen“ gut sichtbar sein, am besten als „einziger richtiger“ Button auf der Seite, motivieren Sie den Kunden, den Button anzuklicken, indem Sie z.B. die Vorteile Ihres Shops aufzählen.

2. Gestalten Sie den Warenkorb richtig

Der Mini-Warenkorb sollte in der rechten oberen Ecke platziert sein. Er soll gut sichtbar sein, damit der Kunde jederzeit darauf zugreifen kann. Die Gestaltung des Mini-Warenkorbs soll verständlich und übersichtlich sein. Die wichtigsten Angaben dabei sind die Anzahl der gewählten Produkte, Preis der bestellten Waren und Preis des gesamten Warenkorbes.
Auf der Warenkorbseite sollte der Kunden eine klare Übersicht über alle zu bestellende Produkte inkl. alle wichtigen Infos sehen – Produktname, Produktfoto, ausgewählte Produktoptionen. Selten ist es empfehlenswert, den Kunden hier nochmal die Empfehlungen zu zeigen, welche Produkte zu den ausgewählten gut passen würden. Der Kunde sollte möglichst einfach das Produkt aus dem Warenkorb entfernen können, oder dessen Anzahl zu verändern. Der Button „zur Kasse“ sollte gut sichtbar sein und zum Anklicken motivieren. Bieten Sie Ihren Kunden die Möglichkeit an, Gutscheine und Rabatte zu nutzen.

3. Erleichtern Sie den Bestellprozess

Die Abbruchrate im Checkout beträgt etwa 75%. Somit kann eine gelungene Optimierung des Bestellprozesses zu einer wesentlichen Erhöhung Ihres Umsatzes führen. Zeigen Sie dem Käufer klar und deutlich, welche Schritte zum Abschluss des Kaufs notwendig sind, damit er weiß, dass es nicht lange dauert.
Bieten Sie unbedingt eine Bestellung ohne Registrierung an und zeigen Sie ganz klare Vorteile, warum sich der Kunde registrieren soll, wenn Sie es von Ihm erwarten. Die Anmeldung für den Kauf muss schnell, bequem und nicht überfrachtet sein. Fragen Sie nur die tatsächlich notwendigen Informationen ab (Name, Telefonnummer, E-Mail-Adresse, Adressen) und vermeiden Sie lange Befragungen. Der Kunde muss verstehen, wozu die erfragten Informationen dienen. Bei diesem Schritt verliert der Kunde die meiste Zeit, helfen Sie ihm mit Adressenvervollständigung.
Es lohnt sich, den Kunden verschiedene Zahlung- und Versandarten anzubieten, denn jeder Kunde hat seine Favoriten. Bieten Sie Ihrem Kunden eine Express-Lieferung an. Same-Day-Delivery wird bald zu Realität. Dem potenziellen Kunden sollte auch die Hilfe bei der Bestellung angeboten werden. Ein Button oder Link „Hilfe“ (oder besser „Können wir helfen?“) schaffen mehr Vertrauen und Zuversicht.
Vermeiden Sie beim Checkout irgendwelche Ablenkungsfaktoren zu haben, z.B. zusätzliche Artikel anzubieten, Animationen, Banner, auffällige Navigationsleiste etc. Der Kunde sollte sich voll und ganz auf den Abschluss der Bestellung konzentrieren.

4. Vertrauen und Sicherheit sind am wichtigsten!

Vertrauen ist besonders wichtig bei einer Kaufentscheidung. Zeigen Sie auf der Startseite die Bewertungen anderer Kunden über Ihren Shop oder Ihre Produkte. Das hinterlässt den Eindruck eines seriösen und vertrauenswürdigen Anbieters. Solche Faktoren wie verschiedene Bezahl- und Versandarten, Geld-zurück-Garantie und Schutz persönlicher Daten mindern die Absprungrate im Checkout.
Sorgen Sie dafür, dass die Vorteile eines Kaufs bei Ihrem Shop sowie vorhandene Gütesiegel (zum Beispiel Trusted Shops Gütesiegel) klar und deutlich hervorgehoben sind. Sorgen Sie dafür, dass Ihr Shop über ein SSL Zertifikat verfügt und alle privaten Kundendaten über SSL verschlüsselt werden.

5. Sorgen Sie für einen effizienten Guided-Selling Prozess

Guided-Selling Prozess ist ein Prozess, der den Kunden zum Kauf führt. Das Ziel von Guided-Selling-Systemen ist es, den Kunden möglichst schnell das passende Angebot anzuzeigen, damit er eine Kaufentscheidung treffen kann. Die Kundenbedürfnisse sollen aufgenommen und ausgewertet werden. Dann empfiehlt man dem potentiellen Käufer die passenden Waren oder Dienstleistungen und regt ihm zum Kauf an.
Ein Online-Produktberater (echt oder virtuell) hilft dem Kunden, das Angebot schnell kennenzulernen und den gewünschten Artikel zu finden. Es lohnt sich, auch ähnliche Produkte (Cross-Selling und Up-Selling) zu den aufgerufenen Artikeln anzuzeigen.

6. Erstellen Sie einen aussagekErstellen Sie einen aussagekräftigen Contenträftigen Content

Die Produkte sollen Beschreibungen haben, welche detailliert, deutlich und informativ sein müssen.  Vermeiden Sie komplizierte Sätze und Fachwörter. Die Produktbilder sollen hochqualitativ und in großer Auflösung verfügbar sein, damit die Kunden ein Produkt richtig „unter die Lupe“ nehmen können. All dies verstärkt den Kaufwunsch des Kunden.
Eine kreative Darstellung der Produktseite erzeugt gute Emotionen und hebt Ihr Onlineshop von der Konkurrenz ab. Das fehlende oder unvollständige Produktbeschreibung sowie kleine oder unscharfe Bilder sind keine Freunde des Conversion-Rates.
Verbessern Sie die Qualität Ihrer Produktbeschreibungen durch Angabe von zahlreichen Produkt-Eigenschaften, um die Filterung der Produkte für die Kunden zu ermöglichen oder zu vereinfachen. Pflegen Sie auch eigene besondere Eigenschaften bei Ihren Produkten ein, die Ihre Wettbewerber nicht haben.
Strukturierung der Texte, Verwendung von Aufzählungen und Produktbilder direkt im Text verbessern die Lesbarkeit und helfen dem Kunden, das Produkt besser zu verstehen. Die Darstellung der Artikel kann sachlich-neutral oder unterhaltsam sein, wählen Sie für sich die richtige Art.
Aus dem Shop sollte klar hervorgehen, wer hinter diesem Shop steht. Der Shop sollte eine interessante und vertrauensweckende „Über uns“ Seite haben. Führen Sie einen Blog, Gästebuch, Lexikon, die Rubrik „Häufig gestellte Fragen“ oder Ähnliches, um auf die Kundenprobleme einzugehen und deren Fragen zu beantworten.

7. Erstellen Sie Landing Pages

Eine gelungene Landing Page kann die Conversion bei einem bestimmten Produkt wesentlich verbessern. Somit ist die Erstellung von Landing Pages gerade für Onlineshops mit stark erklärungsbedürftigen Produkten besonders wichtig.

Landing Page ist eine „ErklärungsEine Landing Page erstellenseite“, die hilft, ein Produkt oder Produktgruppe besser zu verstehen. Diese sind normalerweise auf bestimmtes Keyword oder bestimmte Keywords optimiert und werden oft für Online-Werbungs-Kampagnen erstellt, um z.B. die Adwords-Kosten zu reduzieren und bessere Platzierung bei Google zu erreichen. Die Gestaltung einer Landing Page soll übersichtlich, gut strukturiert und informativ sein .

Diese soll eine aussagekräftige Überschrift, hilfreiche Bilder oder Videos haben. Das einzige Ziel einer Landing Page ist die Handlungsaufforderung, ein Call-to-Action Button anzuklicken, welcher zum Kaufen, Herunterladen, oder Besuchen einer anderen Seite animieren soll. In der Regel soll ein Call-to-Action Button gut sichtbar sein und kann sogar an mehr als einer Stelle platziert werden. Je nach Ihrer Verkaufsstrategie kann ein Produkt direkt von Landing Page gekauft werden oder von dieser nur verlinkt sein.

Außerdem können Landing Pages einen effektiven Weg darstellen, um E-Mail-Adressen der potentiellen Kunden zu sammeln.

8. Beschleunigen Sie die Ladezeiten

Die User wollen nicht lange warten, bis eine Webseite komplett geladen ist. Über 50% der Nutzer verlassen einen Onlineshop, deren Wartezeiten über 3 Sekunden sind. Sie können Ladezeiten Ihres Onlineshops auf 2 Weisen verbessern: durch Optierung Ihrer Serverinfrastruktur und deren Konfiguration sowie durch die Optimierung Ihres Onlineshops selbst. Nehmen Sie schnellere Server und lassen Sie diese optimal konfigurieren, um die 100% Performance zu bekommen. Verlangen Sie von Ihren Programmierern, dass diese saubere und valide Codes erstellen. Nutzen Sie die Komprimierung für Javascripts, CSS-Dateien und Bilder und reduzieren Sie die Anzahl von diesen Dateien, denn jede solche Datei muss für den Onlineshopbesucher vom Server separat abgefragt werden. Lassen Sie soviel Inhalte wie möglich cachen. Entfernen Sie aus wichtigen Seiten alle Inhalte und insbesondere Grafiken, die für die Nutzer kaum von Interesse sind.

9. Vereinfachen Sie Design des Webshopsdie Struktur und erstellen Sie gut nutzbare Designs und Layouts

Den ersten Eindruck über Ihren Onlineshop macht das Design und Layout. Sie wirken positiv auf visuelle Wahrnehmung aus und wecken Interesse. Das erfolgreiche Design soll responsiv, ästhetisch und minimalistisch sein.  

Die ausgewählten Farben, Art, wie man die Inhalte strukturiert, Größe von Buttons, Größe und Qualität der Bilder haben einen emotionalen Einfluss auf den potenziellen Kunden.

Grüne Farbe wirkt zum Beispiel weniger aggressiv und ist „gesunder“ als „rote“, blaue – beruhigt. Wählen Sie Ihre Farbpalette abhängig von Ihrer Zielgruppe oder Ihrem Zweck.

Ein responsives Design bedeutet nicht nur, dass die Seite auf mobilen Geräten genutzt werden kann. Diese sollte vor allem bequem in der Nutzung sein, und einem Smartphone- oder Tablet-Nutzer ein gleichgutes Kauferlebnis wie für Desktop-Nutzer anbieten, denn immer mehr Kunden kaufen über Smartphones ein, und die Conversion-Rate kann hier sogar größer als bei Desktops sein.

10. Bieten Sie die Promotionen, Aktionen, Gutscheine und Rabatte an

Betreiben Sie ein aktives Marketing. Verschiedene Rabattaktionen, zum Beispiel kostenfreie Lieferungen oder Rücksendungen sowie verschiedenartige Gutscheine, Promotionen und Aktionen werden Ihren Umsatz ankurbeln. Bieten Sie auch Neukundenrabatte an, denn diese Kundengruppe ist meistens die größte in Ihrem Shop. Verlieren Sie dabei aber nicht den Kopf und vergewissern Sie sich, dass Ihr Onlineshop durch solche Promotionen und Aktionen nicht in die Verlustzone reinrutscht.
Folgende Aktionen und Promotionen sind denkbar:

  • Gratis-Artikel anbieten – kaufen Sie Produkt A und bekommen Sie Produkt B geschenkt
  • Stückzahlrabatte – Kaufen Sie 3 Stück und zahlen für 2
  • Gutscheine für Neukunden oder für eine Newsletter-Anmeldung
  • Produkt- oder Kategoriebezogene Rabatte
  • Rabatte zu einem persönlichen Anlass oder zu einem Feiertag
  • Kostenlose Lieferung ab bestimmten Warenkorbwert

Dank der Umsetzung unserer Gebote und einer kontinuierlicheren Conversion Optimierung bei Ihrem Onlineshop werden Sie die Kundenzufriedenheit und Umsatz in Ihrem Shop steigern und sich von der Konkurrenz qualitativ abheben. Unser Team wünscht Ihnen viele zufriedene Kunden zu gewinnen und viel Erfolgt bei der Umsetzung!